Auf dem Friedhof im sonnigen Herbst

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Auf dem Friedhof
Auf dem Friedhof

Ich liebe es, auf Friedhöfen herum zu streifen. Dort ist es ruhig, idyllisch und schön. So machte ich mich auch an diesem Mittwoch im sonnigen Herbst auf, meinen Lieblingsfriedhof in Berlin-Kreuzberg zu besuchen. Ich genoss die warmen Sonnenstrahlen, die mich in einem durchsichtigen langen schwarzen Kleid erwärmten. Eine schöne Melodie ging mir durch den Kopf und ich fühlte mich angezogen von den vielen Seelen, die in Ruhe und Frieden ohne irdische Hetze und Unrast friedlich ruhten und mir Kraft gaben. Schöne bunte Blätter säumten meinen Weg, und als ich einer freien Grabstelle begegnete, legte ich mich nieder, um in der folgenden Stille sinnierend auszuharren. Wie befreit überkam mich ein Gefühl, eins zu sein mit mir und dieser schönen Umgebung. In diesem Moment hatte ich meine innere Mitte gefunden und konnte Kraft schöpfen für neue Aufgaben und ungeahnte neue Wege. Ich möchte Euch nun einladen, mich bei meinem Spaziergang unter Gräbern zu begleiten, der Musik zu lauschen und sich der Schönheit der Natur hinzugeben…

Aquarelle I

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Mit meiner fotografischen Laufbahn entdeckte ich auch die Liebe zur Malerei. Ich begann ein Fernstudium an der “Freien Kunstschule Zürich” und widmete mich vor allem der Aquarellmalerei. Meine Begeisterung weckten die herrlichen Rotmarderhaarpinsel, die so dick sie auch sein mögen eine sehr zarte, feine Spitze haben. Fortan schwelgte ich in farbenfrohen Malereien, die ich mit feinen Pinselstrichen vollende. Ich male auschließlich mit Pinsel und meine Werke wirken von Ferne bis hin zur Lupenansicht. Meistens male ich abstrakte farbenfrohe Werke, die kraftvoll leuchten und mit einem irrsinnig feinen Pinselstrich, der oft dünner ist als ein Haar, ausgearbeitet sind. Ich male oft nasse Entwürfe, die ich nach dem Trocknen mit eben diesem hauchfeinen Pinselstrich vollende. Dabei verwendet ich dann nur noch, egal bei welcher Dicke des Pinsels, seine superfeine Spitze. Wenn ich male horche ich in mich hinein, so kommen aus dem Unterbewusstsein, Farben aufs Bild, Flächen, Linie, oft höre ich dabei französische Chansons oder andere Musik je nach Stimmung, ich singe auch oft mit oder summe schöne Melodien. Nach einem schwungvollen Entwurf, versinke ich in magische Ruhe, meistens steuert mein Inneres, was der Pinsel malt, so gleicht kein Werk dem anderen und es ergeben sich immer neue Formen, die meine Emotionen, Gefühle und mein Erleben und Leben widerspiegeln.
Die Aquarelle wirken von Ferne bis hin zur Lupenansicht.