Das Kätzchen

Das Kätzchen ist eine Selbstinszenierung in einem alten Fachwerkhaus, wo ich Urlaub gemacht habe. Gleich hinter der Diele stand da ein Chaiselongue, das ich sehr schön fand und sofort kam mir der Gedanke: Das ist es. Ich richtete meine elektrische Hasselblad mit Fernauslöser auf dem Stativ ein und visierte das Sofa an. Darauf stellte ich dann auch scharf und nachdem ich den 6×6-Film eingelegt hatte, schlüpfte ich auf dieses Chaiselongue. Ich löste zweimal aus und dann kam dieses Kätzchen aus dem Hof zu mir und gesellte sich dazu. Ich machte einige Aufnahmen und das Kätzchen spielte gut mit. In meiner Dunkelkammer habe ich dann den Film entwickelt und den Kontaktbogen gemacht. Dieses Selbstporträt habe ich später aus dem Film ausgewählt und vergrößert. Ich danke dem Kätzchen für seine Anwesenheit, es hat viel Spaß gemacht, mit ihm zu arbeiten!

Goldschimmer

Am letzen Sylvester habe ich die Gelegenheit genutzt, eine Selbstinszenierung in einem goldenem Theaterkostüm in meinem Studio zu fotografieren. Es ist ein Kostüm aus „Ein Sommernachtstraum“ von der Komischen Oper. Ich habe einige Fotos in dem Kostüm gemacht, die ich hier noch zeigen möchte.  Diesmal kam meine Nikon mit Intervallschaltung zum Einsatz. Hier kommt dieses Werk „Goldschimmer“. Wer es kaufen möchte: Es kostet als hochwertiger Fine-Art-Print auf A4, 30,-€. Viel Spaß nun beim Betrachten.

Drei Grazien am Brunnen

An einem schönen frühlingshaften Wochenende reisten wir zu einem Aktworkshop nach Schloß Beesenstedt. Das ist ein altes prunkvolles riesiges Gemäuer, das von früheren Zeiten erzählt. Der Fotograf und Dozent Horst Werner organisierte und leitete dieses erlebnisreiche Workshop-Wochenende. Er hatte zwei schöne Models engangiert und wir fotografierten in allen prunkvollen Sälen, im Herrenzimmer, im Wintergarten, gemütlich am Kamin, im Kammermusikraum am Flügel und auch in der Halle mit diesem wunderschönen Brunnen. Ich hatte gerade meine neue E-Hasselblad mit Fernauslöser gekauft, kurz in meinem Atelier damit fotografiert und dann bei eben diesem Workshop. Mein geplantes Highlight fand in der Halle mit dem  Brunnen statt. Am Sonntagmorgen trafen sich dort alle Teilnehmer und fotografierten diesmal auch mich und ich leitete dann das gemeinsame Shooting mit der blonden Helena, der schwarzhaarigen Uta-Maria und mir. Es war ein munteres Treiben: Die Fotografen gaben Anweisungen und die Modelle reagierten und posierten um die Wette. Ich stellte dann meine Hasselblad auf meinem Stativ auf, legte nacheinander mehrere 6×6 Filme ein, maß die Belichtung und stellte auf die Models scharf. Dann übernahm ich die Regie. Ich arrangierte uns drei nach der Idee von den drei Grazien am Brunnen. Wir nahmen Bezug aufeinander und wirkten zusammen in unseren unterschiedlichen und doch gemeinsamen  Haltungen und Posen. Es machte riesigen Spaß und ich bin glücklich, das so erlebt und für immer auf Film festgehalten zu haben. Wieder zu Hause und in der Dunkelkammer angelangt, entwickelte ich gespannt die Filme, machte neugierig Kontaktabzüge und freute mich dann sehr über die nach meinem Empfinden sehr gelungenen Ergebnisse. Hier kommt nun eine Auswahl der besten Aufnahmen, die ich selber vom Negativ aus in der Dunkelkammer belichtet, entwickelt und vergrößert habe. Nun wünsche ich viel Freude beim Betrachten meiner Selbstinszenierungen.

Aquarelle I

Mit meiner fotografischen Laufbahn entdeckte ich auch die Liebe zur Malerei. Ich begann ein Fernstudium an der „Freien Kunstschule Zürich“ und widmete mich vor allem der Aquarellmalerei. Meine Begeisterung weckten die herrlichen Rotmarderhaarpinsel, die so dick sie auch sein mögen eine sehr zarte, feine Spitze haben. Fortan schwelgte ich in farbenfrohen Malereien, die ich mit feinen Pinselstrichen vollende. Ich male auschließlich mit Pinsel und meine Werke wirken von Ferne bis hin zur Lupenansicht. Meistens male ich abstrakte farbenfrohe Werke, die kraftvoll leuchten und mit einem irrsinnig feinen Pinselstrich, der oft dünner ist als ein Haar, ausgearbeitet sind. Ich male oft nasse Entwürfe, die ich nach dem Trocknen mit eben diesem hauchfeinen Pinselstrich vollende. Dabei verwendet ich dann nur noch, egal bei welcher Dicke des Pinsels, seine superfeine Spitze. Wenn ich male horche ich in mich hinein, so kommen aus dem Unterbewusstsein, Farben aufs Bild, Flächen, Linie, oft höre ich dabei französische Chansons oder andere Musik je nach Stimmung, ich singe auch oft mit oder summe schöne Melodien. Nach einem schwungvollen Entwurf, versinke ich in magische Ruhe, meistens steuert mein Inneres, was der Pinsel malt, so gleicht kein Werk dem anderen und es ergeben sich immer neue Formen, die meine Emotionen, Gefühle und mein Erleben und Leben widerspiegeln.
Die Aquarelle wirken von Ferne bis hin zur Lupenansicht.

Wein und Erotik I

Die Selbstinszenierung Wein und Erotik habe ich mit einer analogen Hasselblad mit Drahtauslöser an einem 1.Mai geschaffen. Es war eine der ersten Serien von und mit mir. Der Anlass war eine Einladung zu der Teilnahme an der Ausstellung „500 Jahre Unstrut-Wein“ der Galerie 5ünf Sinne in Halle/Saale. Ich habe den ganzen Tag in vollem Schaffensdrang gearbeitet. Ich legte einige 12er Filme in Farbe und Schwarz-Weiß ein und stellte immer auf Elemente im Hintergrund scharf, an deren Stelle ich mich dann positionieren wollte und ich mich dann auch habe. Bevor die Spiegelreflex-Kamera auslöste, mußte ich vor jedem Bild zur Kamera hinrennen, den Zeitauslöser betätigen und mich dann schnell in Position bringen! Ganze 12 Sekunden hatte ich Zeit! Aber es klappte gut, wie sich später beim Entwickeln der Filme in meiner Dunkelkammer zeigte. Ich machte Kontaktabzüge der 6x6cm-Negative und die gelungensten Selbstporträts vergrößerte ich dann, in Farbe und SW. Ich hatte mir verschiedene Themen ausgedacht und sie dann umgesetzt. Zum Beispiel: „Der erste Schluck“, „Prost“, „Auf dem Tisch“, „Im Atelier der Malerin“, „Wartende“, „Gute Nacht“… Diese Session hat mir wahnsinnig viel Spaß und Freude gemacht, sowohl beim Fotografieren und der Umsetzung meiner Vorhaben der Selbstinszenierung, als auch beim Entwickeln und Vergrößern in meiner eigenen Dunkelkammer. Auch die Ausstellung in der Galerie 5ünf Sinne von dem Galeristen JoAchim Wenke war ein voller Erfolg.